Toll, was die Volksbank Düsseldorf Neuss gemeinsam mit den Heimatfreunden auf die Bühne gebracht hat. Die „Sitzung ohne Namen“ im Zeughaus war ein Highlight des Neusser Sitzungskarnevals! Stars am laufenden Band! Angefangen mit der Traditionsgarde der Altstädter aus Köln und den Prinzenpaaren aus Düsseldorf (Höchtstrafe für die kölnischen Altstädter, denn die mussten das Begleitcorps spielen) und Neuss.

Dann folgten Guido Cantz, die Paveier und Diakon Wilibert Pauels als „Ne Bergische Jung“. Sie alle waren Spitze, hauten aber voll in die Anti-Düsseldorf-Kerbe und nannten das leckere Frankenheim-Alt zum Beispiel „Möbelpolitur“, was dem Marketing-Chef der Holzheimer Brauerei, Ehrenkettenträger Ebenau, sichtlich weh tat.

Guido Cantz war dann ganz geschmacklos: „Ich habe bei mir Düsseldorfer Blut entdeckt…. Ja, zum Glück nur an der Stoßstange…“

Aber die vielen Helau-Karnevalisten nahmen die Alaaf-Angriffe humorvoll an und lachten sogar mit.

Die Brauchtums- und Karnevalsgruppe (BKG) der Heimatfreunde Neuss und der Allgemeine Verein der Karnevalsfreunde Düsseldorf (AVDK) hatten gemeinsam zu der jecken Sitzung geladen, doch auch der ehemalige Düsseldorfer Prinz und Volksbank-Marketingleiter Christian Feldbinder muss beim direkten Vergleich der kölschen und den Düsseldorfer Künstlern zu dem Schluss kommen, dass Qualitätsunterschiede nicht wegzudiskutieren sind. So stieß die Düsseldorfer Vorzeige-Band „Alt Schuss“ an ihre Grenzen. Da bringen ja sogar die auch nicht so hitverdächtigen „Fetzer“ aus Neuss mehr Stimmung in den Saal. Und die Katholische Jugend sollte lieber Ferienlager organisieren, anstatt zu tanzen.

Ein Totalausfall aber auch auf der Kölner Seite: Fred van Halen, der Bauchredner, der von seinem Vogel seit Jahrzehnten „Scheißerchen“ genannt wird, war immer schon „Scheißerchen“, ist „Scheißerchen“ und wird auch immer „Scheißerchen“ bleiben. Warum dieser Typ sogar von den Kölner Karnevalisten in den Satory oder Gürzenich gebucht wird, bleibt ein unergründliches Geheimnis.

Fast 500 kostümierte Besucher feierten aber dann die Swinging – Fanfares aus Düsseldorf und hatten den ganzen Abend einen Riesen-Spaß. Am 21. Januar 2008, gibt es die zweite Auflage. Gut so, denn es war ein toller Abend! -fram

Quelle: Stadt-Kurier